Montag, 29. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014




Ein sehr friedliches Jahr, für mich und meine Familie, neigt sich seinem Ende zu.

Es gab viele besondere Tage, deshalb auch viel zu feiern.
Im Januar wurde mein kleiner Sohn 2 Jahre alt,
kurz vorher habe ich meinen ersten Bloggeburtstag gehabt. 

Der Februar ist nicht mein Monat, es ist für mich der traurigster Monat im Jahr, weil am 23. Februar steht für mich jedes Jahr die Welt still.
Seit 5 Jahren ist unsere Elira nicht mehr bei uns.
Allerdings hat der kleine Sohn mit dem Kindergarten angefangen,
das war ein erfreulicher Schritt in seiner Entwicklung.

Im März habe ich meine erste Zwergenmütze gestrickt, und die wird, wie der Knochenkissen auch, wie verrückt angeklickt. Auch mein Rezept mit der Lauchfüllung ist der Renner.
Im März habe ich anscheinend die besten Beiträge geschrieben!

Im April wurde viel gelernt bei uns, ich nicht, aber der ältere Sohn.
Im April hatte er viele Klausuren geschrieben und viele  Referate vorbereitet.
Abiturstress fing an.

Mai ist so eine schöner Monat. Im Mai war der Geburtstag von meiner Elira, der in diesem Jahr genau auf den Muttertag fiel.
Es war ein sehr trauriger Muttertag,
gleichzeit habe ich voller Dankbarkeit mit meiner Familie den Muttertag begangen.
Vor 20 Jahren im Mai habe ich meinen Mann geheiratet und wir haben Porzellanhochzeit gefeiert.

Im Juni bin ich wieder ein Jahr älter geworden, aber die schönste Nachricht war, dass mein Sohn seinen Abitur bestanden hat.
Der Abiball war einer meiner Highlights in diesem Jahr!




Der Ramadan war im Juli. Fast den ganzen Monat lang haben wir gefastet.
Das war sehr anstrengent.

August war toll. Mein älterer Sohn ist volljährig geworden.
Wir haben Bayram gefeiert und waren danach 3 Wochen lang in Urlaub.
Wien, Kroatien und Venedig haben wir unsicher gemacht.
Einen Bericht über Venedig habe ich in diesem Jahr nicht geschafft,
das werde ich 2015 in Angriff nehmen :-)

Anfang September haben wir Besuch aus der Türkei, von meinen Eltern, bekommen.
Gemeinsam haben wir ihre Goldene Hochzeit gefeiert.

Der Oktober war weiterhin sehr turbulent.
Mein Sohn ist ausgezogen und studiert jetzt in einer anderen Stadt.
Alles sehr neu für uns, wir mussten uns ersteinmal daran gewöhnen.

Im November war ich für 2 Wochen meine Eltern besuchen.
Türkei im November war etwas anderes als gewohnt, aber trotzdem toll.

Im Dezember hatte der kleine Sohn viele Termine in der Kita
Der ältere Sohn hat Weihnachtsferien

Wir machen Familienurlaub zu Hause!



Ich wünsche euch allen ein frohes, neues, gesundes, Jahr 2015
mit vielen glücklichen Momenten!









Sonntag, 28. Dezember 2014

12tel Blick, Dezember 2014

Im Wandel der Jahreszeiten, wurde Monat für Monat das gleiche Motiv aus der gleichen Perspektive beobachtet.



Ich habe ein Jahr lang unseren Garten beobachtet und die Veränderungen jeden Monat waren so nicht ersichtlich, jedoch wenn man die Bilder nebeneinander stellt, sieht man sehr genau die Jahreszeiten!



Dieses Projekt ist beendet und nächstes Jahr macht Tabea Heinicher mit einem neuen
12tel Blick weiter.

Macht doch einfach mit!


  
Mehr Fotos gibt es hier


 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Freitag, 19. Dezember 2014

Abschied...



...wir nehmen ständig Abschied von irgendetwas,  manches tut weh, weil wir es nicht ändern können, weil wir keinen Einfluss darauf haben, weil es so sein sollte, weil die Zeit dafür  gekommen ist.

Ich habe das Gefühl,  dass mein Leben geprägt ist mit Abschied nehmen. Zum Beispiel beneide ich Menschen die mit ihren Eltern in der gleichen Stadt leben, was für eine gegenseitige Bereicherung. 

Meine Eltern leben 3000 km von uns entfernt und wir sehen uns  1-2 mal im Jahr (schade für meine Kinder, die ohne Großeltern aufwachsen). Wir nehmen bei jeder Begegnung Abschied als wenn es das letzte Mal wäre.

Doch der schmerzhafteste Abschied ist, wenn wir unsere Liebsten für immer verlieren, sie einen lebenlang vermissen, weil dieser Abschied endgültig ist, weil wir keine ander Wahl haben.

Jetzt ist auch mein älterer Sohn ausgeflogen, in die weite Welt, wegen Studium und weil die Zeit dafür gekommen ist,  weil er neugierig auf das Leben ausserhalb der elterlichen vier Wände geworden ist, weil er jung ist.

Ich bin dankbar und froh noch einmal so spät Mutter geworden zu sein, weil ein kleiner knapp 3 jähriger Junge keine Zeit zum nachdenken lässt, weil er einen Tagesablauf hat, der eingehalten werden will.

Wir nehmen morgens Abschied voneinander und fallen uns am Nachmittag wieder in die Arme. Und das ist so ein schönes Gefühl.  Umarmt und geküsst werden, davon kann ich nicht genug bekommen von meinen Kindern.

Heute Abend kommt mein älterer Sohn nach Hause, darauf freue ich mich so sehr. Ich werde gleich sein Lieblingsessen kochen, ihn nachher umarmen, und ihm sagen wie sehr ich ihn Liebe.

An den Abschied, wenn er nach den Ferien zurück muss, möchte ich heute nicht denken.....

Alles Liebe

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Türkeireise im November, Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

Es ist wieder viel Zeit vergangen, und es war sehr ruhig hier auf meinem Blog. Doch das soll sich wieder ändern. Ich bin wieder da, und habe mir vorgenommen, wieder mehr Zeit zum bloggen zu nehmen.

Wie ich schon mal erwähnt hatte, war ich im November für 2 Wochen bei meinen Eltern zu Besuch in der Türkei. Es wurde ein ganz anderer Urlaub als gewohnt, weil nur der kleine Sohn und ich waren weg, und es war mehr *Familie besuchen* als *Erholung und Urlaub*. Wir wurden von meinen Eltern sehnsüchtig erwartet, weil unsere Reise ziemlich lang und beschwerlich ist. Nach der Landung in Istanbul, mussten wir uns sehr beeilen um den Katamaran zu erwischen, der uns zu meinem Heimatstadt bringen sollte. Die Überfahrt mit dem Katamaran dauert dann nocheinmal ca. 2 Stunden.

Der kleine Sohn war schon im Flugzeug sehr nörgelig und als die Reise mit einem "Boot" weiterging, hatte er keine Lust mehr, und hat alle Register gezogen. Ich glaube, dass war vorerst die letzte Reise, die ich alleine mit ihm unternommen habe :-)

Trotz aller anfänglicher Mühe und Stress, war der Urlaub sehr sehr schön. Endlich habe ich meine Familie und Freunde besuchen können. Einige habe ich schon seit Ewigkeiten nicht gesehen gehabt. Ich habe Besuch von meinen Cousinen und Cousins bekommen, habe ihre Kinder wiedergesehen, dass waren sehr schöne Erlebnisse und Erinnerungen. Viele kannten meinen jüngeren Sohn nur von den Fotos und jetzt haben sie ihn persönlich kennen gelernt, was mir sehr wichtig war. Ich bin ein Familiernmensch und möchte, dass meine Kinder den Kontakt zu ihrer türkischen Familie behalten und pflegen.

Der November ist im Nordwesten der Türkei noch nicht so kalt wie in Deutschland. Es war die Zeit des Oliven sammelns. Meine Heimatstadt ist berühmt für seine Oliven und Olivenöl. Viele Bekannte haben in der Zeit wo ich da war, Oliven gesammelt und ihren Olivenöl pressen lassen. Ich habe soviel Oliven als Gastgeschenk bekommen, dass ich das meiste gar nicht mitbringen konnte.  Nächstes Mal sollte ich vielleicht mit dem Auto runterfahren :-)

Ich hatte vergessen, wie schön salzig das Meer riecht. Ich finde diesen Meergeruch unbezahlbar!!! Ein großes Vergnügen, den viele meiner Landsleute teilen, ist am Meer zu sitzen und einen schwarzen Tee zu trinken. Ich habe es genossen, meinen Tee zu trinken und meinem kleinen Sohn beim spielen zu zusehen. Praktischerweise hat man an der Promenade die Spielplätze gebaut, wo man sein Kind im Auge behält und trotzdem das Meer rauschen hören kann (schwärm!).





Ich habe mein Geburtshaus besucht und diesmal fotografiert. Leider wurde es vor Jahren verkauft und ist doch jedesmal ein Anziehungspunkt für mich, wenn ich da bin. Das Haus steht in der Altstadt und darf nicht abgerissen und verändert werden. Der neue Eigentümer hat es sehr schön restauriert finde ich (das Bild oben links).

Es war auch  *Aşüre* Zeit im November und deshalb haben meine Freundinnen Aşüre gekocht und wir haben es dann gemeinsam in der Nachbarschaft verteilt. Wiki erklärt genau was Aşüre bedeutet : hier klicken.



Früher, in meiner Kindheit, haben wir immer in der Nähe der Moschee in unserer Straße gespielt. Wir haben die Wasserhähne aufgedreht, dort wo die Gläubigen ihre rituelle Waschung zu sich nahmen, und der Hoca hat uns jedesmal vertrieben und laut geschimpft. Ich habe die Mosche wieder besucht, und sie kam mir soooo klein vor, gar nicht so groß und mächtig wie in meinen kindlichen Erinnerungen. Sie ist auch vor einpaar Jahren restauriert worden. Als ich diese Fotos gemacht habe, war der Hoca auch da, allerdings war es ein anderer als damals :-)

Habe ich mal erwähnt, dass ich ein Faible habe für  *Alt Türkische Holzhäuser*? Ich habe sogar, damals vor gefühlten Millionen von Jahren meine Fachprüfungen darüber geschrieben (heut' zu Tage gibt es ja keine Fachprüfungen mehr, habe ich mir von meinem Sohn sagen lassen....)

In meiner Heimatstadt gibt es noch sehr viele, alte  Holzhäuser. Typisch an diesen Häusern sind die hervorspringenden Erker, sowie die von aussen unsichtbaren Hinterhofgärten. Je nach Region wird das Erdgeschoss anders genutzt. Bei uns wurde früher im Erdgeschoss die Olivenfässer aufgestellt und gewohnt wurde in den oberen Etagen.

Diese zum Teil wunderschönen Häuser stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht abgerissen werden. Diejenigen, die es sich leisten könne, lassen es Originalgetreu restaurieren, wieder andere verfallen oder fallen dem  "Feuer zum Opfer". Hier einpaar Eindrücke :







Diesen Beispiel gibt es auch :

Dieses Holzhaus steht seit Jahren leer und wird auch nicht restauriert, was sehr schade ist. Es gab noch andere Ruinen die ich aber nicht aufgenommen habe.





Der eigentliche Sinn meiner Reise in die Türkei, war mit meiner Familie und mit meinen Freunden einen *mevlüd* zu lesen.


  
Das bedeutet, eine Segnug, wobei ein Hoca nach Hause kommt und im Koran einige Suren vorliest. Und meistens beginnen diese mevlüds mit der Sure *YA SIN* (meine Lieblingssure!). Mein kleiner Sohn spielte dabei die Hauptrolle, und die Segnung war auch für ihn, damit er ein langes, gesundes Leben hat.

 
Was ich an der Türkei so liebe, ist die unbürokratische Regelung für Sachen, die hier in Deutschland nie und nimmer genehmigt werden würden. So zum Beispiel das *Lokma dökmek*, das heißt *Krapfen herstellen*. 

Es gibt ein Team von *lokmacı* (Krapfenherstellern),  die mietest du für 3-4 Stunden, die kommen dann vor dein Haus, bauen ihre Equipments auf und produzieren und backen Krapfen auf der Straße. Diese Krapfen werden dann an alle Menschen die zufällig dort vorbei gehen verteilt, umsonst natürlich. 

Die Bezahlung des *lokmacı* erfolgt je nach Mehlsack. Wir haben einen großen Mehlsack für ca. 500 Personen berechnen lassen, und das hat 400 TL gekostet, also so knapp 150 €.


Wir haben an dem *mevlüd* Tag einen *lokmacı* bestellt, der vor unserem Haus die Krapfen hergestellt hat, und wir haben dann unsere Gäste nach der Koranvorlesung mit Krapfen, Oliven, Käse und Tee bewirtet.


Es wurde ein sehr erfüllender Tag für mich. Meine Cousine aus Istanbul ist gekommen, meine Freundin aus Bursa, eine andere Freundin aus Burgaz. Menschen denen ich etwas bedeute kamen und haben an unserem so bedeutungsvollen Tag teilgenommen. 

Das schöne an solchen Versammlungen ist auch das teilen mit lieben Menschen. Man teilt Freud und Leid. Diesmal war das ein mevlüd mit einem sehr schönen Anlass. Aber ich habe auch mevlüds gehabt, die einen sehr traurigen Anlass hatten, wie den Tod. Aber auch das sollte man teilen, *geteiltes Leid ist halbes Leid* sagt ein deutsches Sprichtwort!

So, das war's erstmal aus meiner Heimatstadt. Ich hoffe es hat euch gefallen. In Teil 2 werde ich aus Mega-City berichten. Ja, genau Istanbul!!!

Bis bald...





Mittwoch, 3. Dezember 2014

12tel Blick, November 2014

Im Wandel der Jahreszeiten, wird Monat für Monat das gleiche Motiv aus der gleichen Perspektive beobachtet.



Der November war sehr nass und grau bei uns hier im Norden. Eine Veränderung zum Vormonat ist deutlich sichtbar, der Garten sieht irgendwie traurig und verloren aus, ohne die bunten Blätter der Pflanzen.

Ich habe unseren Garten in der ersten hälfte des Monats aufgenommen, weil ich danach verreist bin.
 Hier noch die Bilder der vergangenen Monate :







 Mehr Fotos gibt es hier bei Tabea Heinicker